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KOMM, HEILGER GEIST DER LEBEN SCHAFFT
Gottesdienste zu Pfingsten mit viel Musik

In den Tagen vor Pfingsten und an den Festtagen selbst bietet das Metropolitankapitel in Zusammenarbeit mit der Dommusik die intensive Feier der Stundengebete an. Die Tage von Donnerstag bis Pfingstsonntag beginnen mit den Laudes, dem kirchlichen Morgengebet, und enden mit Vesper oder dem kirchlichen Nachtgebet, der sogenannten Komplet. 

Die einzelnen Gebetszeiten werden allesamt musikalisch reich gestaltet, und zwar durch mehrstimmige Psalmengesänge, Hymnen und Motetten. Die einzelnen Gottesdienste finden an verschiedenen Orten des Doms statt (Ostkrypta, Westchor und Hauptschiff).

Liturgischer und musikalischer Höhepunkt ist der Pfingstsonntag. Im Pontifikalgottesdienst mit Erzbischof Dr. Ludwig Schick erklingt die doppelchörige Cantus Missae von Josef Gabriel Rheinberger. Es singt die Domkantorei unter Leitung von Domkapellmeister Werner Pees, an der Orgel spielt Domorganist Markus Willinger. Bei der nachmittäglichen Vesper singt ein Vokalensemble Motetten von Hassler, Haller und Aichinger. Auch im Gottesdienst mit Weihbischof Herwig Gössl am Pfingstmontag ist Chormusik zu hören. Die Mädchenkantorei bringt Teile aus der Messe brève von Léo Delibes zum Erklingen.

Alle, die sich in besonderer Weise auf das diesjährige Pfingstfest vorbereiten wollen, sind zur Mitfeier der gesungenen Tagzeitenliturgie eingeladen.

Die Feier der Tagzeiten

Die Feier der Tagzeiten (Stundengebet) gehört zum ältesten gottesdienstlichen Erbe des Christentums. In der Apostelgeschichte heißt es: „Sie hielten fest an der Lehre der Apostel, am Brechen des Brotes und an den Gebeten" (Apg 2, 42). In dieser Tradition wird das Stundengebet bis heute sowohl von der römisch-katholischen Kirche als auch von den evangelischen Kirchen, der anglikanischen und orthodoxen Kirche gleichermaßen gepflegt. Es bringt die einzelnen Tageszeiten mit ihren Besonderheiten vor Gott und begleitet den Tagesablauf der Kirche. Dem II. Vatikanischen Konzil war es ein besonderes Anliegen, diese reiche Gebetstradition des ganzen versammelten Volkes Gottes neu zu beleben.

In Laudes (Morgenlob der Kirche) und Vesper (abendlicher Lobgesang) bezeugt die feiernde Gemeinde die Gegenwart des österlichen Heils. Mit der aufgehenden Sonne empfangen wir den neuen Tag. Im Zeichen der Sonne gedenken wir der Auferstehung des Herrn, und feiern Christus als „Sonne unseres Heils“. Am Abend, in die untergehende Sonne hinein, verabschieden wir uns von dem zu Ende gehenden Tag und gedenken des Todes Christi, des Abendopfers seines Lebens. Dieses Lobgebet war den frühen Christen neben dem sonntäglichen „Brotbrechen" Quelle und Nahrung für ihr spirituelles Leben.

Die Komplet, die letzte der Gebetszeiten, reflektiert den Tag und erbittet den Segen für die Nacht: „Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr."

Grundelemente der Tagzeitenliturgie ist der Gesang von Psalmen, Hymnen, Benedictus, Magnificat und Nunc dimittis sowie Kurzlesung, Oration und Fürbittgebet.

Vom 17. bis 21. Mai 2018 finden verschiedene Formen der Tagzeitenliturgien im Bamberger Dom statt.
Datum: 04.05.2018
Bamberger Dommusik
Dateien zum Download
Tagzeitenliturgien 2018 (396 KB)